Kirchenmusik-Podcast feiert Geburtstag

In der neuen Folge von „Liedgedanken – mit Liedern predigen“ gibt es gleich drei Dinge auf einmal: einen musikalischen Blick auf Ostern, eine Geburtstagsfeier und einen Gast. Die Gastgeber Daniel Posdziech und Volker Hedtfeld sprechen gemeinsam mit ihrem Gast, Apostel Helmut Kasper, über das vergangene Jahr, das Zusammenspiel von Musik und Predigt und natürlich ein Lied.

Zu Ostern 2025 erschien die erste Folge von „Liedgedanken – mit Liedern predigen“. Ein Jahr später freuen sich die Hosts, also die Moderatoren, Daniel Posdziech und Volker Hedtfeld, in der Jubiläumsfolge über den Besuch von Apostel Helmut Kasper. Er ist der Referent für Musik in der Leitung der Gebietskirche Nord- und Ostdeutschland.

Ein verbindendes Gespräch

Der erste Geburtstag und das Osterfest boten gleich zweifachen Anlass zur Freude. Um Stimmung ging es dann auch im Gespräch von Daniel, Volker und dem Apostel. Der Austausch über die Zusammenarbeit von Predigern und Musikern bei der Vorbereitung des Gottesdienstes beleuchtete unterschiedliche Perspektiven und Aspekte.

Als zweite Verbindung stand das Zusammenwirken von Gemeinde und Gottesdienstleitung im Fokus. Der Apostel berichtete aus seiner Sicht als Prediger, dass der Gemeindegesang schon zu Beginn die Stimmung der Gemeinde widerspiegeln oder eine bestimmte Atmosphäre erzeugen könne. Darüber hinaus sei der Gemeindegesang die Reaktion der Gemeinde auf die Predigt, ergänzten die Gastgeber.

Am Ende ihrer Überlegungen zum Osterlied wurde den drei Gesprächsteilnehmern noch einmal besonders bewusst, wie untrennbar und eng Karfreitag und Ostern miteinander verbunden sind.

Ein Jahr „Liedgedanken“

Am Ostermontag, dem 21. April 2025, veröffentlichte die Kirchenmusikabteilung der Neuapostolischen Kirche Nord- und Ostdeutschland erstmals eine Folge von „Liedgedanken – mit Liedern predigen“. Den musikalischen Anfang machte das bekannte Kirchenlied „Allein Gott in der Höh sei Ehr“, das sich unter anderem im neuapostolischen Gesangbuch findet.

„2025 feiern wir das 20-jährige Jubiläum des neuen Gesangbuchs. In diesem Rahmen wollte ich Musikerinnen und Musikern sowie Dienstleiterinnen und Dienstleitern die Möglichkeit geben, sich intensiv mit den Liedern auseinanderzusetzen. Das Medium Podcast erschien uns dazu geeignet, da man so ein wenig ‚Gottesdienst‘ im Alltag erleben kann“, erklärt Daniel. Volker ergänzt: „Meine Motivation, den Podcast überhaupt zu beginnen, war im Wesentlichen Daniel Posdziech, genauer gesagt die Möglichkeit, mich regelmäßig mit meinem Freund und Kollegen über Texte und Lieder aus unserem Gesangbuch auszutauschen und an seinem sprudelnden Wissen teilzuhaben. "

Im Laufe des Jahres entstanden 17 Folgen. Zum regulären monatlichen Erscheinungstermin kamen acht Sonderausgaben zu besonderen Anlässen wie Erntedank, Advent oder „Liedgedanken on tour“ hinzu. Die regulären Episoden dauern etwa 30 Minuten, die zusätzlichen Ausgaben sind deutlich kürzer oder länger. Insgesamt haben Daniel und Volker bisher 366 Minuten über geistliche Lieder oder Choräle und ihren theologischen Hintergrund gesprochen.

Den kürzesten Auftritt hatten die „Liedgedanken“ zum Epiphaniasfest im Januar 2026 mit einer Dauer von 5 Minuten und 18 Sekunden. Die längste Folge erschien im August 2025. „Liedgedanken on tour“ mit Kirchenmusiker Jörg Reddin von der Arnstädter Bachkirche bot 51 Minuten und 56 Sekunden Gespräch über Abendmahlsspiritualität, das Erbe Bachs und das Lied „Schmücke dich, o liebe Seele“.

Nach einem Jahr blicken die beiden Hosts zurück. Volkers Fazit anlässlich des ersten Jubiläums lautet: „Die besondere Beschäftigung mit den Texten und Dichtern, der Entstehungszeit sowie den kulturellen und theologischen Einflüssen hat meinen Zugang zu den Liedern maßgeblich erweitert. Zu Beginn unseres Podcasts hatte ich leichte Hemmungen, vor dem Mikrofon frei zu sprechen. Ich hoffe, unsere Hörerschaft teilt meinen Eindruck, dass sich das verbessert hat.“ 

Daniel resümiert: „Für mich war es spannend, jeden Monat neu tief in ein Stück einzusteigen, Hintergründe zu recherchieren und es zu kontextualisieren. Am meisten Spaß macht es, diese Ergebnisse dann noch zu diskutieren. Nach einem Jahr möchte ich diese inhaltliche Arbeit nicht mehr missen. Ich hoffe, dass wir noch mehr Hörerinnen und Hörer begeistern können, uns zu folgen und jeden Monat neu in ein neues Stück Musik, Theologie und Geschichte abzutauchen.“

Zum Abschied drückte Apostel Kasper seine Vorfreude auf die kommenden Folgen aus und wünschte dem Podcast-Team viele gute (Lied-)Gedanken.

 

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